„… a little more curcuma“

Beitragsbild von Charles Deluvio auf Unsplash

In der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) und Ayurveda (traditionelle indische Medizin) ist die Heilwirkung der Gelbwurzel schon seit Jahrtausenden bekannt.

Die Wirkung von Kurkuma (Curcumin) ist in den vergangenen Jahren sogar bis in die Mainstreammedien und Schulmedizin vorgedrungen.

So berichtete der Focus darüber, dass Kurkuma Entzündungen fast so effektiv bekämpft wie einige Medikamente.

Nun berichten Forscher aus Indien über die Heilwirkung von Curcumin bei Covid-19:

Zusammenfassung

Die Coronavirus-Krankheit-19 (COVID-19), eine verheerende Atemwegserkrankung, die durch das SARS-assoziierte Coronavirus-2 (SARS-CoV-2) verursacht wird, hat, nur 12 Monate nach der ersten Diagnose bereits über 64 Millionen Menschen betroffen und 1,48 Millionen Todesfälle verursacht.

COVID-19-Patienten entwickeln schwerwiegende Komplikationen, einschließlich schwerer Lungenentzündung, akutem Atemnotsyndrom (ARDS) und oder Multiorganversagen aufgrund einer übertriebenen Immunreaktion des Patienten nach der Infektion.
Derzeit werden Medikamente, die gegen SARS-CoV wirksam waren, für SARS-CoV-2 wiederverwendet.

Während dieses öffentlichen Gesundheitsnotfalls könnten Nahrungsmittelnutrazeutika vielversprechende prophylaktische Therapeutika für COVID-19 sein.
Curcumin, eine bioaktive Verbindung in Kurkuma, übt vielfältige pharmakologische Aktivitäten aus und ist in Lebensmitteln und traditioneller Medizin weit verbreitet.
In dieser Übersichtsarbeit werden mehrere Beweislinien vorgestellt, die Curcumin als einen vielversprechenden prophylaktischen, therapeutischen Kandidaten für COVID-19 nahelegen.

Erstens übt Curcumin antivirale Aktivität gegen viele Arten von behüllten Viren, einschließlich SARS-CoV-2, durch mehrere Mechanismen aus:
• direkte Interaktion mit viralen Membranproteinen;
• Störung der viralen Hülle;
Hemmung viraler Proteasen;
Induktion antiviraler Reaktionen des Patienten.

Zweitens schützt Curcumin vor tödlicher Lungenentzündung und ARDS durch die Beeinflussung von NF-κB, Inflammasom, IL-6 Trans-Signal und HMGB1-Signalwegen.

Drittens ist Curcumin sowohl bei gesunden als auch bei erkrankten Menschen sicher und gut verträglich.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die gesammelten Hinweise darauf hindeuten, dass Curcumin ein potenzielles prophylaktisches Therapeutikum für COVID-19 in der Klinik und im öffentlichen Gesundheitswesen sein könnte.

https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S2405844021004552

Zudem – was man angesichts der aktuellen Lage nicht vernachlässigen sollte – wird Kurkuma seit einer indischen Studie von 2013 eine Wirkung gegen Depressionen nahegelegt.

In diesem Sinne: Zeit, für ein leckeres Curry mit „… a little more curcuma„!

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