Buchvorstellung | Katharina Mosel: Vier Mal Frau

November. Trist, nebelig, Nieselwetter. Die „dank“ der Zeitumstellung noch früher einbrechende Dunkelheit gibt den herbstlichen Depressionsanwandlungen einen unerwünschten Boost.

Dagegen ist kein Kraut gewachsen –

– dachte ich, bis das neue Buch meiner Kollegin auf meiner Kindle App landete!

 

Meine Meinung: Ich fürchte, dieses Buch konnte meinem bisherigen Lesehighlight 2017 – ganz knapp – den Rang ablaufen. Denn ab sofort heißt es nämlich bei herbstlicher Unpässlichkeit: „Dr. Katharina“ (Mosel oder Münz, das könnt ihr euch aussuchen)  empfiehlt „Vier Mal Frau“.

Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen sie Ihren Anwalt!
Wieso? Weil die wunderbare Autorin Katharina Mosel im Hauptberuf als Anwältin tätig ist (einen Einblick in dieses Aufgabenfeld gibt sie übrigens zusammen mit ihrer Co-Autorin Janine Achilles in ihrem Debüt „Paragrafen und Prosecco“).

Ich gebe zu, ich musste Katharina Mosel beim Lesen ein bisschen frotzeln. Denn ich habe nicht nur alle paar Seiten mit einem lauten Lachen herausgeplatzt – nein! Mein armer Kater war völlig aus dem Häuschen, weil er mir die Lachtränen von den Wangen lecken musste.

Also: Taschentücher griffbereit halten!

Alles in Allem eine überaus gelungene Sonntags- und Montagabends-Lektüre.

Was für ein Buch! Ich war anfangs ein wenig skeptisch, weil es mit einer Scheidung begann – ein Thema, das mich als bekennende Romantikerin nun gar nicht fesseln kann – aber ich bin sehr froh, dass ich mich auf Katharina Mosels flüssigen Schreibstil eingelassen habe.

Sie beleuchtet die Entwicklungen kapitelweise abwechselnd aus dem Blickwinkel aller vier Protagonistinnen. Normalerweise bin ich kein Fan von so vielen Perspektivsträngen, aber Katharina Mosel lässt ihre „Vier Frauen“ den Staffelstab von Kapitel zu Kapitel derart gleitend übergeben, dass es gleichzeitig mühelos und total spannend ist, ihnen zu folgen.

Gekonnt gelingt es ihr die Schraube der Verwicklungen weiter zu drehen und lässig mit den bekannten Klischees zu spielen, während sich die verschiedenen Handlungsstränge mit ihren so herrlich unterschiedlichen Protagonisten immer weiter ineinander verstricken.

Und sexy ist es auch noch!

Gleichzeitig beweist Katharina Mosel mit solchen Absätzen, dass sie genau weiß, was Frauen wollen: „Julia mochte Männer, die schweigen konnten. Die Stille zwischen ihnen war nicht unangenehm, sondern eher so, als wüssten beide ohne Absprache bereits, wie der Abend weitergehen würde.“ und „Vanessa sah nicht, wie sie aus dieser Nummer unbeschadet wieder herauskommen würde. Lars würde sie umbringen. »Oh … damit habe ich nicht gerechnet.«

Ich liebe solche Sätze! Aber lest selbst in die Leseprobe hinein!

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Nix

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