Buchvorstellung | Ode an die Nacht von Catalina Cudd

Im Rahmen meiner Challenge #imseptemberlesen bin ich über ein Buch gestolpert, dessen Vorstellung mich neugierig gemacht hat.

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@nala_a_addams verstand es, mir in ihrem Instagram-Beitrag den Mund mit den Worten „Ich mag es, dass die Geschichte nicht wie die meisten in dem Bereich ist“ wässrig zu machen – da ihr mich kennt, wisst ihr genau:

Mein Herz schlägt für off Mainstream Romane

Konnte „Ode an die Nacht“ die geweckten Erwartungen erfüllen?

Nun, ich lud mir zunächst die Leseprobe herunter (werde ich euch weiter unten, wie gehabt, auch empfehlen) und war nicht enttäuscht. Im Gegenteil! Es gefiel mir so gut, dass ich den ersten E-Book-Kauf von meinem Kindle aus tätigte.

Wusstet ihr eigentlich, dass man dann nicht lästig durch den bereits gelesenen Teil der Leseprobe scrollen muss, sondern direkt weiterlesen kann?

(Ich weiß, ich bin sowas von blond in der Beziehung …)

Also, zunächst ist zu sagen, dass nala_a_addams richtig lag mit ihrer Einschätzung: Ode an die Nacht ist off Mainstream, und zwar sowohl, was die Charaktere angeht, die Story, aber auch den Schreibstil.

Die Protagonistin (An)Toni(a) ist kein naives, weltfremdes Hascherl – im Gegenteil. Ihre Vergangenhzeit (und Teile ihrer Gegenwart) stehen an Irrungen und Wirrungen der des männlichen Helden Leon Priest in nichts nach.

Der verhält sich – dem Genre entsprechend – zwar hin und wieder wie ein ziemlicher Ar…mleuchter, Catalina Cudd schafft es aber, seine Beweggründe, seine innere Zerissenheit und seine verletzliche, weiche Seite plausibel darzulegen.

Geschickt streut sie Begriffe aus der Branche ein – abgesehen vom obligatorischen Klavierunterricht und der Mitgliedschaft im Kinderchor vor Urzeiten hatte ich nie was damit zu tun, auf mich klingt aber alles danach, als wüsste die Autorin, wovon sie spricht.

Mit der relativ distanzierten personalen Perspektive hebt sich der Roman deutlich von der üblichen Mode, der (leider oft mangelhaft ausgestalteten) Ich-Perspektive ab.

Allerdings hätte ich mir eine deutlichere Abgrenzung der „Erzählstimmen“ der beiden erzählenden Protagonisten gewünscht. Ihre sehr unterschiedliche Herkunft (sie aus einem Problembezirk einer deutschen Großstadt, er rebellierender Sproß einer australischen Upper Class Familie) hätte sicher Möglichkeiten eröffnet.

Aber das ist Jammern auf hohem Niveau – zudem habe ich grundsätzlich das Problem bei multiperspektivistisvhen Geschichten durcheinanderzukommen, wenn die Erzählstränge nicht überdeutlich voneinander abgegrenzt sind.

Auf jeden Fall bin ich gerade so über die Seiten geflogen und fühlte mich sehr gut unterhalten. Gut, im hinteren Teil schob sich für meinen Geschmack dann der Erotikanteil ein bisschen zu sehr in den Vordergrund (aber ich sehe schon etliche Leserinnen die Hände reiben, weil sie genau sowas lieben *zwinker*) während die Geschichte an sich ein wenig ins Hintertreffen geriet.

Aber das ist absolutes Rosinenpicken an einem sonst hervorragend gelungenen off Mainstream Kuchen!

Weshalb ich euch aber dieses Buch einfach nur ans Herz legen muss, liegt an der enthaltenen Kussszene. Die hat nämlich leider meine bisherige Lieblings-Kussszene aus Karin Seemayers „Die Tochter der Toskana“ vom Thron gestoßen.

Wie in „Ode an die Nacht“ geküsst wird, das ist ganz großes Kino und ich werde die Szene noch ganz oft lesen, um davon zu lernen.

Aber jetzt geht und lest selbst die Leseprobe!

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