Gastbeitrag: Einigkeit im Geiste

Beitragsbild: Eric Severson

Gastbeitrag von Eric Severson

Vor einigen Monaten, verfasste ich eine kleine Tweet-Reihe, in der es um einen Berufsschullehrer ging, welcher zu dieser Zeit, wie so viele kritische Stimmen in diesen Tagen auch, an den medialen Pranger gestellt wurde.

Eben jener Lehrer, soll die Maske, Mund-Nasenbedeckung oder wie auch immer wir es nennen wollen, mit der Hakenkreuzarmbinde der Nationalsozialisten verglichen haben. Ein Tabu, ein No-Go!

Aber warum eigentlich?

Ich persönlich empfinde diesen Vergleich als überaus zutreffend. Gehöre ich also auch an den Pranger? Habe ich eine rote Linie überschritten? Bin ich gar „Corona-Leugner“?

Dies zu beurteilen, überlasse ich jedem selbst. Soll doch Forseti über mich Gericht halten! Fest steht für mich jedenfalls, dass ich mir keine geistigen Schranken setzen lasse.

Bereits in der frühen NS-Zeit, diente die Hakenkreuzarmbinde als Erkennungssymbol für Mitglieder der NSDAP. Sie zeigte für jeden klar erkennbar, die Zugehörigkeit zur Partei an und half so, sich vom politischen Gegner abzugrenzen.

Wer das Tragen ablehnte, erzeugte Argwohn und lief Gefahr ausgegrenzt, angefeindet oder gar denunziert zu werden.

„Warum trägt Herr Schulze seine Armbinde nicht? Hat er sie heute Morgen vergessen anzulegen oder …?“

Die Armbinde hatte aber auch einen anderen, einen psychologischen Effekt. Sie erzeugte durch ihre optische Wahrnehmbarkeit ein Zugehörigkeitsgefühl, ein Gefühl des gesellschaftlichen Zusammenhalts.

Einigkeit.

Einigkeit im Geiste, alle blickten in eine Richtung und konnten auf ein Ziel hin ausgerichtet werden. Die Führung musste dazu später nicht einmal mehr aktiv werden, da sich in den Köpfen der Menschen bereits eine entsprechende Eigendynamik herausgebildet hatte.

Wer dazugehörte, trug die Armbinde. Wer dies nicht tat, war wohl ein Zweifler, Querulant oder schlimmeres!?

Doch was hat dies nun alles mit unseren heutigen Masken zu tun?

Viel, wie ich finde.

Uns wird gesagt, sie solle uns selbst, vor allem aber andere schützen, nämlich die Schwachen und Kranken. Wer kann daran schon etwas Verwerfliches erkennen?

Ob es sinnvoll ist, Aerosole mit Gewebe abzufangen, welches für die Abwehr von Partikeln und Keimen konzipiert wurde, sei hier mal dahingestellt. Auch möchte ich an dieser Stelle nicht auf die zahlreicher werdenden Expertenmeinungen eingehen, welche den Nutzen der Masken, bezogen auf ihr aktuelles Anwendungsgebiet, in Frage stellen.

Vielmehr möchte ich einfach mal zum Nachdenken, zum kritischen Hinterfragen anregen. War das vielleicht auch der Grundgedanke, des in Ungnade gefallenen Berufsschullehrers? Ich vermag es nicht zu sagen …

Jedenfalls verhält es sich mit unseren Masken ganz ähnlich wie oben beschrieben. Unser Regime hat sie für verpflichtend erklärt. Erst noch recht eingeschränkt, wurden sie nach und nach für immer mehr Lebensbereiche essentiell, um überhaupt noch irgendwie, am gesellschaftlichen Miteinander teilnehmen zu können oder das, was davon heute noch übrig ist … Anfangs noch, als mitunter durchaus kreative Eigenentwürfe, war die Verhüllung der Mimik sogar in Form von Schals oder Tüchern zulässig. Mittlerweile ist das Regime aber sogar dazu übergangen, bestimmte Typen von Masken festzuschreiben. Vielerorts sind sie selbst an der frischen Luft vorgeschrieben.

Man könnte sie fast schon als eine Art skurrile Uniform bezeichnen.

„Diese Regeln dürfen überhaupt nie hinterfragt werden!“

Prof. Dr. Lothar Wieler am 28.07.20

Das Virus kann man mit bloßem Auge nicht sehen. Es türmen sich auch keine Leichenberge auf den Gehwegen, im Gegenteil: Krankenhäuser müssen wegen Insolvenz schließen aber das Virus, das Virus!

Die Maske soll den Menschen die anhaltende, allumgebende Gefahr der Viruspandemie vergegenwärtigen. Sie verdeutlicht sie und macht sie unübersehbar.

Sie verändert nicht nur die Art wie wir atmen und miteinander interagieren, sie scheint uns fügsamer zu machen. Es muss ungleich schwerer sein, den Menschen  das stetig wachsende Konstrukt von Maßnahmen und Einschränkungen glaubhaft zu vermitteln, ist man allein auf Zahlen und Statistiken angewiesen. Man bedient sich zudem Bilder und Schreckensmeldungen, welche die Medien willig aufgreifen und wiedergeben und sollte das nicht reichen, verordnet man Strafen und zum Teil hohe Bußgelder, sollte man doch ungehorsam sein. So manch klammer Kommunenkasse kommen ein paar zusätzliche Einnahmen sicher auch nicht ganz ungelegen.

Wir sehen Werbeplakate mit maskierten Darstellern. Politiker, welche medienwirksam mit Maske Reden halten, nur um sie sich gleich darauf wieder aus dem Gesicht zu reißen, wenn sie meinen, die Kameras wären schon aus. Masken in den Zeitungen, Masken im TV, Masken auf dem Smartphone, Masken in der Schule…

Wer kann da schon das Vorhandensein der Pandemie leugnen?

Wer die Maske trägt, zeigt sich verantwortungsvoll, sozial und um seine Mitmenschen besorgt und bemüht. Man sieht Menschen mit FFP2-Masken auf dem Fahrrad. Autofahrer mit OP-Masken im Gesicht, sogar einsame, maskierte Waldspaziergänger. Sie werden größtenteils bereitwillig angenommen und auch dort getragen, wo es überhaupt nicht verlangt oder geboten ist.

Selbst Menschen die eigentlich per ärztlichem Attest oder einer Ausnahmegenehmigung, in den zahlreichen Verordnungen, vom Tragen befreit wären, da es ihrer Gesundheit abträglich wäre, ziehen es vor, ihr Gesicht hinter synthetischen Materialien zu verbergen.

Das ist so, da bereits eine Eigendynamik in den Köpfen der Bevölkerung entstanden ist. Das Regime kann mehr und mehr per Dekret regieren und muss sich immer weniger, mit subversiven Elementen herumärgern, welche den Anordnungen nicht gänzlich Folge leisten. Das erledigen jetzt, in immer größerem Umfang, die Bürger selbst.

Die Maske ist das einheitliche Erkennungsmerkmal des Zeitalters Corona geworden. Wer sich der Maske verweigert, erzeugt Argwohn, Ablehnung, bis hin zur Gewalt, seitens seiner Mitmenschen. Die Maske ist DAS Zeichen, für die neue Normalität, in welcher wir leben geworden.

Ein Einigkeitsgefühl ist entstanden.

„Wir helfen mit, wir machen mit! Wir akzeptieren alle Verbote, Anordnungen und Einschränkungen, ja selbst das Beschneiden unserer Grundrechte, denn es muss ja sein!“

Wir werden auf ein Ziel hin ausgerichtet, auf das Ziel die Pandemie zu beenden. Doch ist es das wirklich oder versteckt das wahre Ziel sich selbst, irgendwo hinter einer Maske?

Was wird von uns schlussendlich dann noch übrig sein? In der Freiheit, der neuen Normalität …

Schöne neue Welt!

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