An die Leser: eine Bitte | mit May R. Tanner (Mary Jay Thurner) als Gastautorin

Heute wende ich mich ganz direkt und unverblümt an – die Leser.

Ja, du, du und Sie. Ihr seid gemeint!

Um einen Autor zu unterstützen, musst du keine brillianten, ellenlangen Rezensionen verfassen. Es reicht, wenn du ein paar Sätze schreibst, die von Herzen kommen

May R. Tanner (Autorenhomepage Mary Jay Thurner) hat dazu einen sehr schönen Text verfasst:

Rezension ist ein großes Wort. Folgen wir der Wortbedeutung, müssten man sich mit einem Buch kritisch auseinandersetzen, das finde ich einschränkend, eine solche Vorgabe zu machen. Das klingt so, als sollte man in jedem Fall etwas an dem Buch finden, an dem man etwas auszusetzen hat. Kann vorkommen, muss aber nicht.
Mir ist eine Rückmeldung lieber, diese kann ausschließlich positiv sein, aber auch ins Kritische gehen, wie das Buch eben beim Leser angekommen ist.
Ich vergleiche das gerne mit einem Kinobesuch. Wenn der Film vorüber ist, lasse ich noch den Nachspann auf mich wirken, um meine Gedanken zu sortieren. Danach wird über das Filmerlebnis geplaudert, da man in der Regel ja mit jemandem zusammen ins Kino geht.
Ein Buch liest man zwar (meistens) allein, aber man kann seine Gedanken bezüglich der Geschichte trotzdem niederschreiben, als würde man sich mit einem Freund austauschen. Locker, ohne jegliche Steifheit und zu langes Überlegen, ob man gerade richtig formuliert hat.
Vollkommen unnötig finde ich Zusammenfassungen des Inhalts oder auch das Zitieren des Klappentextes. Ersteres verrät zu viel, das Zweite steht in der Produktbeschreibung und sagt nichts aus. Jemand, der eine Lesermeinung liest, wird sich das Buch zuvor schon angeschaut und eine ungefähre Ahnung haben, worum es da geht.
Man muss sicher keine Interpretation schreiben. Für andere Leser ist viel hilfreicher, wenn jemand seine eigene Wahrnehmung wiedergibt. Hat die Geschichte mitgerissen oder gelangweilt? Hat man die Charaktere ins Herz geschlossen oder gar gehasst? Ist man vollkommen abgetaucht oder war es schwierig, sich einzufinden? Was hat besonders gut (oder gar nicht) gefallen?
Lauter subjektive Dinge, die sehr aussagekräftig sind. Und es dauert auch nicht lange, diese aufzuschreiben. Kritisieren ist selbstverständlich auch erlaubt, hier muss man aber nicht gleich die vernichtende Keule schwingen. Mit freundlicher Sachlichkeit geäußerte Kritik kann Autoren weiterhelfen, auf Dinge aufmerksam zu werden, die er in Zukunft verbessern kann. Bittere Medizin schmeckt nun einmal mit einem Stückchen Zucker besser. ?

Was meint ihr? Wie haltet ihr es als Leser? Schreibt ihr Rezensionen – „Bewertungen“ bei Amazon genannt? Oder (noch) nicht?

Vielleicht macht dir dieser Blogartikel ja Mut, gibt dir den letzten Schubs, dich doch einmal dranzuwagen?

Wir, May R. Tanner und ich, freuen uns auf euer Feedback!

 

Reblogged: Warum Rezensionen wichtig sind

Am Dienstag fragte Anna in einer Facebookgruppe nach:

Liebe Autoren,
ich möchte gerne einen Beitrag erstellen, warum Rezensionen so wichtig sind. Aus meiner Sicht dem Leser kenne ich sie natürlich, aber warum sind sie für euch wichtig?

Das ist eine sehr wichtige Frage, deshalb habe ich mir auch die Zeit genommen, darauf zu antworten.
Es hat mich sehr gefreut, dass Anna meine Antwort so gut gefallen hat, dass sie damit ihren Blogbeitrag ergänzt hat:

Warum Rezensionen wichtig sind..

Hallo ihr Lieben 🙂
Ich liebe es mir Gedanken zu machen und ein Thema ein wenig auszuarbeiten und zu belichten. Heute habe ich mir dem Thema „Warum Rezensionen wichtig sind“ gewidmet.
Was wäre eine Welt ohne Bücher? Trist? Ohne Phantasie? Langweilig? Das will ich mir gar nicht ausdenken möchten. Aber könnt ihr euch vorstellen, dass es vielleicht dem ein oder anderen Autoren an Motivation fehlen könnte, wenn er kaum Rückmeldung zu seinen Büchern bekommt oder sie sich Mangelns an Marketing nicht gut verkaufen, obwohl sie vielleicht super sind?

Aber was genau bringt denn eine Rezension?

[…}
Auch aus Sicht der Autoren ist es wohl oft vor allem das Marketing. Wie soll sich das Buch gut verkaufen, wenn es keine Werbung dafür gibt? Und was ist besser, als wenn man die Meinung von jemanden anderen lesen kann? Vielleicht die eigene Meinung? Das eine Rezension nicht immer positiv sein muss, zeigt auch das Kommentar der Autorin Katharina Münz, die auf die Frage „Warum sind euch Rezensionen wichtig?“ in einer Facebookgruppe geantwortet hat: Sehr wertvoll fand ich zum Beispiel meine bisher schlechteste Rezi mit zwei Sternen, weil die mir gezeigt hat, dass ich meine Zielgruppe enger fassen muss. Wie sollen die Autoren denn herausfinden, ob ein Buch gut oder schlecht ankommt, oder ob sie etwas verändern sollen, wenn sie keine Rückmeldung bekommen? Natürlich kann die Rückmeldung auch Balsam für die Seele sein, wenn sie positiv ist oder eben im Fall der Autorin auch helfen, sich zu verbessern.

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Interna aus dem Autorenleben | Gastbeitrag: Alexander Bally – Exposé und Co

Nach langer Zeit der Abstinenz wieder einmal ein Gastbeitrag, der sich an alle aus der schreibenden Zunft widmet – und diejenigen, die ihr gerne angehören möchten.
Alexander Ballys ebenso kompetent wie herzlich formulierter Beitrag ist mir in einer Facebook-Gruppe positiv aufgefallen, und ich freue mich sehr, dass der Autor sich zu einem Gastbeitrag bei mir bereiterklärte!
Insbesondere seine Tipps zu telefonischer Voranfrage und die Inhaltsangabe zum Exposé in einem Plauderton zu verfassen, kann ich vollumfänglich unterschreiben.
Ach ja, und den Wert des USP (er bezeichnet den „unique selling point“ als „Alleinstellungsmerkmal“) kann man gar nicht überschätzen! Der muss sitzen!
Aber nun seht selbst, was Alexander zu sagen hat:

Exposé und Co

von Alexander Bally
Exposé ist in aller Munde. Aber herrscht leider eine gewisse Begriffsverwirrung. Es gibt nämlich zweierlei verschiedene Exposé-Arten. Beide sind knapp und eng mit dem Inhalt verbunden. Aber sie haben ganz verschiedene Aufgaben und darum sind sie grundverschieden.
Das eine ist das Exposé zur Plotentwicklung. Das andere ist das Exposé, um ein Werk zu verkaufen..
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Gastbeitrag: Ravenna | Print vs. eBook? – Nein! Print & eBook!

Sein oder nicht sein“ – als Autor, der glücklich und dankbar darüber ist, in einem kleinen, aber feinen eBook-Verlag untergekommen zu sein, ist man mitunter versucht, sich mit Shakespeares Hamlet diese existenzielle Frage zu stellen, wenn einem nach seinem „outing“ ein harscher Gegenwind entgegenstürmt.

„Ein Buch muss auf Papier gedruckt sein!“ – „E-Book-Reader? So ein Teufelszeug kommt mir nicht ins Haus!“ – „Das ist doch eh alles nur Schund, was da angeboten wird …“ Solche und ähnliche Aussagen bekommt man leider oft zu hören.

Doch sollten wir nicht lieber in Anlehnung an Gertrude Stein sprechen?
A book is a book is a book.“ Gleich, ob wir es als Hardcover, Taschenbuch, auf dem Reader oder mit einer App lesen.

Und gerade weil das eBook als Testballon heutzutage nicht nur Selfpublisher, sondern zunehmend Verlagsautoren betrifft und weil ich anhand meiner Erfahrungen aus dem Freundes- und Familienkreis nur bestätigen kann, dass das Medium eReader Jugendlichen die Scheu vor dicken Wälzern nehmen kann, freue ich mich heute ganz besonders über einen Gastbeitrag der Bloggerin und Vielleserin Ravenna zu diesem vieldiskutierten Thema:

Print vs. eBook? – Nein! Print & eBook!

von Ravenna (Ravis Kreativwerkstatt)

Vor einigen Tagen durfte ich in der Facebook – Gruppe „Büchereulen“ wieder einmal Zeuge des Konflikts von Buch und eBook werden. Immer wieder auf´s neue taucht dieser Konflikt in der Literaturwelt auf, in den letzten Jahren spalten sich die Literaturliebhaber in drei verschiedene Lager.
Einmal diejenigen, die beim ersten Auftauchen der neuen Medien beinahe ausschließlich auf ihren eReadern lesen.
Dann sind da die puren Gegner der „neumodischen Art Bücher zu lesen“.
Natürlich dürfen auch die in der Mitte nicht fehlen, sie genießen die Literatur auf beide Arten – nutzen das Beste aus beiden Welten.
Dabei frage ich mich selbst immer wieder: Welchem der Lager gehörst du eigentlich an?

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Interna aus dem Autorenleben | Gastbeitrag: Mara Winter – Selbst publizieren – aber richtig!

Der Zeitpunkt könnte nicht günstiger sein, gerade erreichte mich die erste Rückmeldung aus dem Verlagslektorat meines Debüts „Die 13. Jungfrau“, das termingerecht begonnen hat (und der Lektorin zudem Vergnügen bei ihrer Arbeit zu bereiten scheint).
Deshalb freue ich mich heute ganz besonders über einen Gastbeitrag der Autorin und Lektorin Mara Winter zum Selfpublishing mit Schwerpunkt auf dem Thema Lektorat:

Selbst publizieren – aber richtig!

von Mara Winter
Vor einigen Jahren war es noch eher verpönt, sein Buch selbst herauszugeben. Dem Selfpublishing haftete der Ruf an, der letzte Ausweg zu sein, wenn das mit einem Verlag eben nicht geklappt hat.
Das hat sich mittlerweile geändert. Es gibt hervorragend geschriebene Bücher, die ohne Verlag im Rücken erschienen sind. Sie alle haben jedoch eines gemeinsam: sie wurden lektoriert, haben ein professionelles Cover und werden meist liebevoll und originell in den sozialen Medien beworben.
Daneben gibt es leider eine Fülle an grottenschlechten Texten, die bei Amazon etc. zum Kauf angeboten werden. Diese Bücher nähren den schlechten Ruf der Selfpublisher – verständlicherweise.
„Interna aus dem Autorenleben | Gastbeitrag: Mara Winter – Selbst publizieren – aber richtig!“ weiterlesen

Interna aus dem Autorenleben | Gastbeitrag: Mara Winter – Selbst publizieren – aber richtig!

Der Zeitpunkt könnte nicht günstiger sein, gerade erreichte mich die erste Rückmeldung aus dem Verlagslektorat meines Debüts „Die 13. Jungfrau“, das termingerecht begonnen hat (und der Lektorin zudem Vergnügen bei ihrer Arbeit zu bereiten scheint).

Deshalb freue ich mich heute ganz besonders über einen Gastbeitrag der Autorin und Lektorin Mara Winter zum Selfpublishing mit Schwerpunkt auf dem Thema Lektorat:

Selbst publizieren – aber richtig!

von Mara Winter

Vor einigen Jahren war es noch eher verpönt, sein Buch selbst herauszugeben. Dem Selfpublishing haftete der Ruf an, der letzte Ausweg zu sein, wenn das mit einem Verlag eben nicht geklappt hat.

Das hat sich mittlerweile geändert. Es gibt hervorragend geschriebene Bücher, die ohne Verlag im Rücken erschienen sind. Sie alle haben jedoch eines gemeinsam: sie wurden lektoriert, haben ein professionelles Cover und werden meist liebevoll und originell in den sozialen Medien beworben.

Daneben gibt es leider eine Fülle an grottenschlechten Texten, die bei Amazon etc. zum Kauf angeboten werden. Diese Bücher nähren den schlechten Ruf der Selfpublisher – verständlicherweise.

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