Gastbeitrag: Impfen – Selbstbeschädigung mit aufgenötigter Zustimmung

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M. J. van Ooyen über die zweite Seite von Corona

Jenseits der infektiösen Seite, die die Mediziner behandeln, gibt es an Corona eine zweite. Die befällt Kopf und Gefühlswelt. Das passierte vor allem dadurch, dass Politiker Corona bis ins Letzte politisiert haben.

Merkels invasiver Maximaleingriff

Die Probleme, die daraufhin entstanden sind, ziehen sich bis vor das Bundesverfassungsgericht; und, um hier einen Namen zu nennen, bis zum Vorsitzenden Stephan Harbarth. Der wiederum ist ein invasiver Maximaleingriff von Angela Merkel: Die bisherige Corona-Politik ist bei ihm in »besten Händen«; ob aber auch eine wirklich fürsorgliche Politik, steht längst dahin.

Dass das BVG bei der Bewertung der staatlichen Maßnahmen zur einrichtungsbezogenen Impfpflicht weitgehend die Gutachter und Experten heranzieht, die auch zuvor der Staat selbst herangezogen hat, ist ein schönes Beispiel von politischem Kreisverkehr; und als Maßstab für seine Bewertung nimmt es bei seinem jüngsten Urteil prompt das Wissen von einem längst veralteten Wissensstand des RKI.

Politischer Kreisverkehr

Jetzt fehlt nur noch, dass auch bei der von Lauterbach lange abgelehnten Evaluierung der gesamten Corona-Maßnahmen eben diese Gutachter und Experten die Expertisen abgeben, die sie auch zuvor abgegeben haben. Das wird dann ein noch schöneres Beispiel für politischen Kreisverkehr; diesmal ohne BVG.

Kritische Geister wie Stefan Hockertz oder Andreas Radbruch will in der Corona-Politik so recht keiner hören; da hält Lauterbach sich lieber an den ewigen Christian Drosten, der schon bei der Schweinegrippe eine bewährte Fachkraft war. Erstaunlicherweise sind hier die habilitierten Professoren nicht immer die, die den Professorentitel spazieren führen. Etwa als ein Gesundheitsminister, der fast nur noch als Corona-Minister agiert.

Deutsches Coronavirus – weltweit einzigartige Mutation

Das deutsche Coronavirus ist ihm eine weltweit einzigartige Mutation, die nach explizit deutschen Maßnahmen schreit; und die bekommt es. Zum großen Erstaunen Europas.
Spätere Generationen werden im Rückblick notieren, dass Deutschland nicht nur von Corona, sondern vor allem von dessen rücksichtslos politisierter Mutation befallen wurde. Die Politisierung von Krankheiten und Pandemien ist verheerend. Wenn wenigstens das aus den Jahren der Corona-Politik gelernt würde, damit nicht erneut mit Toten Politik gemacht wird, die nur politisch interessiert haben, weil man mit ihnen Politik (durch Angst und Schrecken) machen konnte.

Politik machen durch Angst und Schrecken

Tote und Alte in den Altenheimen haben jenseits von Corona keinen Politiker ernsthaft interessiert; sonst wären sie schon lange vor Corona in den Altenheimen und Krankenhäusern aufgetaucht; und sie hätten die Zustände schon lange zu ihrem Anliegen gemacht. Dass die Fama vom Fremdschutz durch Impfen weitgehend kollabiert ist, kann auch mancher mehrfach Geimpfte gar nicht fassen.

Jetzt setzt er darauf, dass eine Impfpflicht, die er schon unter falschen Bedingungen zur rigorosen Durchsetzung beklatscht hat, auch noch die Möglichkeit der Bedingungen im Nachgang verbessert. Abstruser kann es kaum werden.

Menschliches Leben – eine einzige Infektionsgeschichte

Das menschliche Leben selbst ist eine einzige Infektionsgeschichte. Dass eine dieser Infektionen in den vergangenen Jahren derart privilegiert wurde, wird später in einem bilanzierenden Rückblick erstaunen; so wie die Schweinegrippe heute. Noch mehr aber erstaunen wird, mit welchen Mitteln das gemacht wurde.

Die Bergamo-Bilder sind die exemplarische Verdichtung dieser rein medialen Kontextualisierung. Dass Lauterbach beides explizit bewundert, versteht sich; hat er sich doch längst in den Phänotyp dieser Höllenzustände verwandelt, gefolgt von dem grünen Gesundheitspolitiker Janosch Dahmen.

Lauterbach – Phänotyp der Höllenzustände

Vollkommen ungerührt von jeder Nebenwirkung, setzen beide auf eine allgemeine Impfpflicht, in der keine substanzielle Abwägung von Rechtsgütern stattfindet.

Antigene Sünde, so lautet in der Medizin der Begriff dafür, wenn sich das Immunsystem auf einen bestimmten Impfstoff prägt. Der Booster-Kreislauf, also die immer wieder verabreichte Corona-Impfung, nimmt dem eigenen Immunsystem die Fähigkeit, auf neue Varianten zu reagieren.

Für den Geimpften eine veritable Selbstbeschädigung mit ihm zuvor aufgenötigter Zustimmung.

Die Regisseure der Corona-Politik finden offensichtlich nicht zu einem guten Ende; und schieben es auf Corona.

Im Herbst wird von ihnen ein neuer Anlauf unternommen werden.

M. J. van Ooyen, Bad Nauheim

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