Mehr Resilienz, ihr Luschen!

Ich habe gerade zwei Kapitel im Manuskript eines befreundeten Autors lektoriert und will, bevor ich mich ans Schreiben meines eigenen mache – in einem ganz anderen Genre und einer ganz anderen Zeit – mir den Kopf ein wenig durchlüften.

Deshalb lese ich auf reitschuster.de einen Artikel von Alexander Wallasch mit dem Titel:

Abhärtung durch (Corona-) Leiden für Kinder – Gebührensender nennt es „Resilienz“

Wie die Überschrift schon vermuten lässt, treiben die im Text dargestellten Abgründe des öffentlich-rechtlichen Kadavergehorsams mir die Tränen in die Augen und den Blutdruck auf Himalya-Höhen.

Um runterzukommen – in dem Zustand kann ich nicht schreiben – blättere ich weiter durch meine virtuellen Lieblingszeitungen und bleibe bei tichyseinblick.de und einem Artikel von Alexander Wendt hängen.

Land der falschen Töne

Und was lese ich da über den schlechtesten Bundespräsidenten-Darsteller aller Zeiten? Frankensteinmeier?

Als Außenminister kommentierte er 2007 den Tod eines in Afghanistan von Taliban entführten 44jährigen Deutschen so:

„Wir müssen davon ausgehen, dass einer der entführten Deutschen in der Geiselhaft verstorben ist. Nichts deutet darauf hin, dass er ermordet wurde, alles weist darauf hin, dass er den Strapazen erlegen ist, die ihm seine Entführer auferlegt haben.“

Zu den auferlegten Strapazen gehörte damals allerdings, wie sich herausstellte, auch eine Schussverletzung im Brustbereich der Geisel.

https://www.tichyseinblick.de/daili-es-sentials/land-der-falschen-toene/

Tja.

Hätte der 2007 entführte Deutsche doch nur die Gelegenheit gehabt, das eingangs erwähnte Machwerk des Staatsfernsehens prämortal zu rezipieren.

Welch bahnbrechende Erkenntnis hätte sich da unter Umständen für ihn ergeben?

Gegebenenfalls vielleicht sogar

Mehr Resilienz gegenüber einer Schussverletzung im Brustbereich

Dann hätte der Herr Frankensteinmeier sich nämlich nicht so verbalelastisch verrenken müssen, um die Tat möglichst Framing-gerecht zu verschwurbeln!

So! Das musste mal gesagt werden.

Ihr kotzt mich an, ihr Bundesschwafler, ihr Ministerbesserwisser, ihr Pressefuzzis und vor allem ihr gewissenlosen Wissenschaftsnutten mit Hang zu Panikmache in einem einzigen und großzügigem Wegschauen bei Dutzenden anderen Themen.

Danke fürs Lesen.

Weiter im Text.

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