Interna aus dem Autorenleben | Gastbeitrag: Alexander Bally – Exposé und Co

Nach langer Zeit der Abstinenz wieder einmal ein Gastbeitrag, der sich an alle aus der schreibenden Zunft widmet – und diejenigen, die ihr gerne angehören möchten.
Alexander Ballys ebenso kompetent wie herzlich formulierter Beitrag ist mir in einer Facebook-Gruppe positiv aufgefallen, und ich freue mich sehr, dass der Autor sich zu einem Gastbeitrag bei mir bereiterklärte!
Insbesondere seine Tipps zu telefonischer Voranfrage und die Inhaltsangabe zum Exposé in einem Plauderton zu verfassen, kann ich vollumfänglich unterschreiben.
Ach ja, und den Wert des USP (er bezeichnet den „unique selling point“ als „Alleinstellungsmerkmal“) kann man gar nicht überschätzen! Der muss sitzen!
Aber nun seht selbst, was Alexander zu sagen hat:

Exposé und Co

von Alexander Bally
Exposé ist in aller Munde. Aber herrscht leider eine gewisse Begriffsverwirrung. Es gibt nämlich zweierlei verschiedene Exposé-Arten. Beide sind knapp und eng mit dem Inhalt verbunden. Aber sie haben ganz verschiedene Aufgaben und darum sind sie grundverschieden.
Das eine ist das Exposé zur Plotentwicklung. Das andere ist das Exposé, um ein Werk zu verkaufen..
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Textschnipsel: herbstlich

Ein herbstlicher Appetitanreger aus Kapitel 10 von DIE 13. JUNGFRAU (danke an pixabay für das Beitragsbild)

Am Ufer des Rheins, November 881

«Diese verfluchten Dänen!» Er ballt die Fäuste. «Ich war mir so sicher, dieser Mündungsarm des Rheins führt abseits von Dorestad vorbei.»

Die Vögel zwitschern überlaut, das Laub auf dem Boden dampft noch die letzte gespeicherte Sommerwärme aus und die gelben Blätter flüstern im Wind. In den zwei Wochen seit unserer Abreise aus London ist es spürbar Herbst geworden.

Ich reibe mir die Arme und ziehe den Mantel enger um mich.

Er geht an mir vorbei, hin und her, am liebsten würde ich ihn packen und festhalten, damit er endlich aufhört. Seine Stirn ist gefurcht, seine Linke umklammert den Griff seines Schwerts und seine Lippen sind wie so oft in einem dünnen Strich verschwunden.

2015 – DAS Jahr für Melwyn und mich

29.12.2015 – allerhöchste Zeit für einen Jahresrückblick.

Vor allem für ein Jahr, das so viel Aufregendes und Neues gebracht hat!

Doch hier im Detail der

Jahresrückblick 2015

Januar 2015

Irgendwann Mitte Januar rief meine Freundin Andrea mich an und fragte mich nach dem neuesten Stand der Dinge bezüglich meiner Schreiberei.

Ich beklagte mich darüber, dass mein Erstling nach anfänglichem Interesse bei keiner Agentur einen Treffer landen konnte und berichtete ihr von meinem Vorhaben, den Stoff einer Kurzgeschichte zu einem den Verlagsvorgaben eines kleinen Spartenverlags entsprechenden Umfang aufzubauen.

Und dann erzählte ich ihr von dem Zeitungsartikel über die Neu-Interpretation der Kölner Sankt-Ursula-Legende, und dass mich sofort die Frage gepackt hatte: „Wenn das alles so war – was wurde dann aber aus der 13. Jungfrau?“ – und wie ich mir vorstellen könnte, wie es mit der dann weitergegangen sein könnte.

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Liebster Award

Der „Liebster Award“ war mir schon einmal über den Weg gelaufen, bevor ich selbst nominiert wurde. Seinerzeit bei meinen ersten Schritten auf der Suche nach Buchbloggern, die gerne mein Debüt DIE 13. JUNGFRAU rezensieren wollten. Ich fand das eine ganz spannende Sache.

Und nun bin ich selbst an der Reihe damit, Fragen zu beantworten und neue zu finden!

Aber was ist der „Liebster Award“ und wie kannst auch Du nominiert werden?
Lies es hier:

1 – Der „Liebster Award“ – darum geht’s

Der „Liebster Award“ vernetzt Blogger. Sie unterstützen sich gegenseitig, um (noch) unbekannte, aber interessante Blogs bekannter zu machen.

„Liebster Award“ weiterlesen

Lussekatter (Luciabrötchen)

Nachdem ich auf Facebook dezent auf mein gegebenes Versprechen hingewiesen wurde, mein Rezept für Lussekatter zu bloggen, komme ich dem noch schnell vor Weihnachten nach.

Lussekatter, schwedisch für Luciabrötchen, sind ein Safran-Hefe-Gebäck, das traditionell am Lucia-Tag, dem 13. Dezember, gebacken und verspeist wird.

Schon allein an ihrer Formgebung sind die heidnischen Wurzeln des „Sonnengebäcks“ leicht zu erkennen, ebenso wie die gesamte Ausprägung (unter anderem ziehen jungen Frauen mit brennenden Kerzen in Lichterkränzen auf dem Kopf in Einrichtungen wie Kindergärten, Schulen, Krankenhäuser und Altersheime ein) auf den uralten Brauch eines Lichterfests zur Wintersonnwende am 21./22. Dezember hindeutet.

Es ist gut vorstellbar, dass meine Protagonistin Melwyn in der Küche ihrer dänischen Mutter am Mittwinterfest ein ähnliches Gebäck zubereitet hat.

Doch hier, wie versprochen, das Rezept:

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Textschnipsel: weihnachtlich

In der Küche der Burg von Luxulyan, 21. Dezember 880

Heute ziert sogar ein kleiner Vorderschinken mit herrlich glänzender Honigkruste unsere heimliche Festtafel.

Die eigentlich gar nicht so heimlich ist. Denn die Küchentür quietscht ununterbrochen, um die nächste Jungfer einzulassen, die auf Mutters Brauch begierig ist.

Nun schieben sich sogar Tressa und Elestren herein. Die sonst so bleichen Wangen meiner edlen Halbschwestern glühen, als sie sich nach einem Platz umsehen, und auf Mutters Wink hin lotse ich sie zu mir auf die Bank an unserem Esstisch.

«Ich bin so aufgeregt!» Elestren schiebt ihre Hand in meine grobschlächtigen Finger. «Sag Melwyn, stimmt, was Tressa sagt?», wispert sie in mein Ohr.

«Was sagt sie denn?», flüstere ich zurück und linse aus dem Augenwinkel zu Tressa auf meiner anderen Seite.

«Die Jungfer, die den Nusskern aus der Sonnwendgrütze fischt, wird in der kommenden Nacht von ihrem Zukünftigen träumen», sagt meine kleine Schwester.

«Mh-hm», mache ich unbestimmt, denn natürlich verbreitete sich die Nachricht damals in Windeseile bis herunter in die letzte Sklavenunterkunft.

So geschah es auf wundersame Weise Jahr für Jahr bei jedem Mädchen, das den von Mutter versteckten Nusskern aus der Grütze fischte. Alle träumten von einem Mann, der genau so aussah wie derjenige, der sie spätestens im übernächsten Jahr freite.

Wem die Nuss wohl dieses Mal einen Blick in die Zukunft schenken wird?

 aus WEIHNACHTEN AUF LUXULYAN, ein Prequel zu DIE 13. JUNGFRAU
noch bis Weihnachten exklusiv und gratis im Verlagsshop erhältlich als Bundle mit dem eBook DIE 13. JUNGFRAU
https://www.schruf-stipetic.de/die-13-jungfrau/

Buchbesprechung: ninespo

Es ist der vierte Advent, Zeit eine weitere Buchbesprechung vorzustellen, die im Trubel der Blogtour zur Veröffentlichung ein wenig untergegangen ist, obwohl ich mich wirklich sehr über sie gefreut habe.

Blog: ninespo Rezension vom 30.11.2015
Bewertung

Das Buch in drei Worten?
Historisch, knisternd, emotional.
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Leserstimmen

Heute ist es an der Zeit, mal die wichtigsten Menschen zu Wort kommen zu lassen – meine Leser!

„historisch, knisternd, emotional“

„das Mittelalter ist nicht nur schnödes Beiwerk“

„eine wirklich tolle Liebesgeschichte“

„prall, bunt und üppig wie ein Renaissancegemälde“

„schöne Recherche, das drumherum stimmt“

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Buchbesprechung: Ruth M. Fuchs

Wie versprochen stelle ich nach und nach die bereits erschienenen Rezensionen im Detail vor, über die ich mich besonders gefreut habe.
Heute ist die Reihe an Ruth.

Blog: Ruths Anderwelten Rezension vom 1.12.2015
Bewertung

Mit historischen Romanen ist das so eine Sache. […] Besonders heikel wird es, wenn der Held eine Frau ist. In einer Zeit, in der Frauen nicht viel zu sagen hatten, steht die Heldin dann plötzlich emanzipiert (aber wenig glaubwürdig) da und kommandiert die Männer herum, die grummelnd gehorchen. Nun, in diesem Buch ist fast alles hervorragend recherchiert. […] Vor Köln stehen hier auch nicht die Hunnen, sondern die Dänen. Und das ist, mit Verlaub, wesentlich logischer als in der Legende. Überhaupt, das Buch ist gut geschrieben, und darauf kommt es schließlich an. Man wird praktisch schon auf der ersten Seite in die Geschichte gezogen und ist gefesselt, sowohl von der Handlung als auch von den lebendigen Protagonisten, die einem entgegentreten.
Besonders Melwyn, die Heldin des Buches, berührt durch ihre Ambivalenz.
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