Interna aus dem Autorenleben | Tipps für angehende (Jung)Autoren

Regelmäßig fragen angehende Autoren, welches denn die beste Plattform ist, um ihr E-Book hochzuladen.

Sichtlich erschlagen – so steht manch Jungautor vor seinem vollendeten Manuskript angesichts der verschiedenen Veröffentlichungswege

Hierzu ist zunächst folgendes zu bemerken:

Falls du nicht mit starkem Regionalbezug schreibst (zum Beispiel Regionalkrimis, lokale Sagen, Historie aus der Umgebung …) oder Kinderbücher und diese durch Lesungen sowie in Kooperation mit aufgeschlossenen Buchhandlungen (soll es geben …) verbreiten kannst, dann verkaufst du E-Books und Prints ungefähr im Verhältnis 50:1.

Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel, bei der jüngst erschienenen Gesamtausgabe von „Aus der Zeit gefallen“ liegt das Verhältnis bei ca. 1:1 – rechne ich aber die Serials hinzu, läuft es eher auf 40:1 hinaus …

Ein E-Book für 3, 4, 5 Euro kaufe ich schnell mal nebenher … Wenn man nicht gerade Kurzromane und Serials schreibt, reißt der Preis für ein Taschenbuch, der schnell die 10 bis zu 15 € übersteigt, doch ein fühlbares Loch ins Portemonnaie. Ergo ist es unheimlich wichtig für dich, den besten Vertriebskanal für deine E-Books zu finden und zu nutzen.

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SNIPSL vs. SWEEK | Ein Vergleich der beiden Textschnipsel-Plattformen

SNIPSL benutze ich als Autorin schon etwas über ein Jahr, die ersten Textschnipsel, die Leser auf ihrem Smartphone oder Tablet lesen konnten, stammten von der Rohfassung des damals noch nicht veröffentlichten Manuskripts von Foy und der Ring des Mauren.

Die Kinderkrankheiten der App (Autoren und ihre Bücher konnten praktisch nicht gezielt gesucht werden) sind inzwischen ausgeräumt.

Als Autor kann ich aus dem Autorentool auf dem PC (funktioniert aber nur mit Google Chrome und ähnlich modernen Browsern) heraus Textschnipsel mit Teaser des Textes auf Facebook teilen (siehe oben).

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Interna aus dem Autorenleben | Sexualisierend! Softporno!

Eine liebe Kollegin, der ich auf allen Kanälen sehr gerne folge, gab kürzlich kund, dass sie den zweiten Teil meiner Zeitreise-Romanze gelesen und rezensiert hätte.

Freudig erregt folgte ich dem Link – und verfiel in Schockstarre angesichts des Kommentars:

Nachdem ich mich halbwegs berappelt hatte, zeigte ich den Kommentar meinem Mann. „Was soll ich tun?“, fragte ich ihn und sah hilfesuchend zu ihm hoch.

„Klarer Fall“, antwortete er mit der ruhigen, analytischen Art, die ich so sehr an ihm liebe. „Da ist ein Cover-Make-over angesagt. Züchtig verhüllt! Und dann …“ Er sah mich ernst und eindringlich an. „… überarbeitest du das Manuskript. Streiche sämtliche Buchstaben S, E und X daraus!“

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Interna aus dem Autorenleben | Moral-Lehrstunde für Autoren von Liebesromanen

Moral und Liebesroman?

Spinnt sie jetzt komplett?, werdet ihr euch fragen. Die Frage, wo geschmackvoll beschriebene Erotik aufhört und wo Pornografie anfängt, hatten wir doch schon mal.

Nein, ich will mich heute nicht über verklemmte Moralapostel amüsieren, die sich derart über die Beschleunigung ihres Herzschlags in Kombination mit seltsamen Empfindungen an komischen Körperstellen aufregen, die sie beim Lesen gewisser Szenen aus meiner Tastatur erleben müssen, dass sie arme, dritte Unbeteiligte vorschicken müssen, die mir dann „schonend beibringen“ sollen, dass es in Falkenherz zu viele Sexszenen gibt.

Nein, das Thema ist gegessen (und ich bin ehrlich gesagt froh, dass dies zu so einem frühen Zeitpunkt geschah, denn in „Foy“ geht es erheblich mehr zur Sache – von der Zeitreise-Romanze ganz zu schweigen).

Ich bin heute früh bei meiner morgendlichen Frühstückslektüre über einen augenöffnenden Artikel gestolpert, den ich euch nicht vorenthalten kann:

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Interna aus dem Autorenleben | Reblogged: Tutorial über das fachgerechte Aufspüren und Erlegen des gemeinen Infodumps

In einer Facebook-Autorengruppe bin ich über den Link zu einer handfesten (und handhabbaren) Schritt-für-Schritt-Anleitung gestolpert, die insbesondere dem Schreibanfänger (aber auch nicht wenigen, bereits veröffentlichten Autoren) eine Strategie an die Hand gibt, jene Stellen auszumachen und zu verbessern, die mindestens den Durchschnittsleser umgehend in die Flucht schlagen:

Der gemeine Infodump

Alf Stiegler gibt zunächst einen Überblick, der es Autoren anhand eines gut gewählten Beispiels ermöglicht, Infodumps selbstständig auszumachen – um dann in vier weiteren Blogbeiträgen anhand dieses Beispieltextes exemplarisch aufzuzeigen (und zum Mitmachen aufzufordern), wie man diese Stellen entschärft.

Die Methode ähnelt hierbei sehr dem Vorgehen, das ich mir selbst als Anfänger aufwendig erarbeitet habe, weshalb ich diese komprimierte Niederschrift gerne einer größeren Öffentlichkeit vorstellen möchte.

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Der Jungfrau neue Kleider

Ja, wie die Zeit verrinnt … Nun ist es schon über zwei Jahre her, dass ich den Verlagsvertrag für „Die 13. Jungfrau“ geschlossen habe, und da der Verlag kein Interesse daran zeigte, die vertraglich vereinbarte Nebenrechte wie Printausgabe, Hörbuch etc. zu nutzen, konnte ich die nun fristgemäß entsprechend § 1 und 2 Urheberrechtsgesetz zurückfordern – was mir auch umgehend nach Fristablauf vom Verlag so bestätigt wurde.

Zur Vorbereitung der Printversionen braucht es nun natürlich ein neues Cover!

Dazu bräuchte ich nun eure Meinung zu zwei Cover-Alternativen:

Es ist natürlich klar, dass ich dann die Cover (für E-Book  und Taschenbuch) der beiden anderen „Schildmaid“-Bände entsprechend anpassen werde:

So, und jetzt seid ihr gefragt – und zwar vorzugsweise die Leser von „Die 13. Jungfrau“!

Welches neue „Kleid“ soll Melwyn in „Die 13. Jungfrau“ tragen?

Hier noch einmal zur Erinnerung:

Bitte kommentiert, ob Alternative 1 (links) oder Alternative 2 (rechts).

Gerne mit Begründung!

Interna aus dem Autorenleben | Gibt es überhaupt noch »Literatur«?

Gut gebrüllt, Löwin!
Ja, es stünde dem ein oder anderen (selbsternannten) Literatur“papst“ gut zu Gesicht, dem Leser die Kompetenz zuzugestehen, dass der erwachsen genug ist, sich unter der Vielfalt, die der Buchmarkt dank der Selfpublisher heute bietet, sich das herauszusuchen, was dem Einzelnen gefällt.
Wir Leser sind keine Kleinkinder, die nur vorausgewählte (und quasi vorgekaute) Literaturhäppchen zu uns nehmen dürfen.
Wir haben unterschiedliche Geschmäcker entwickelt, der eine steht auf Hax’n mit Knödl und Kraut, der nächste auf vegan und mancher isst aus Neugierde alles, um sich selbst ein Bild zu machen.
Sehr löblich auch Christine Ulrichs selbstsichere Haltung zu Lovestorys.
Da juckt es mich doch glatt in den Fingern, den Artikel meinem treuen „Fanclub“ zu präsentieren, der sich in den heren Gewässern eines gewissen Forums tummelt …

On verra …

Interna aus dem Autorenleben | Ficken vs. Liebe machen | Der Unterschied zwischen Erotik und „billiger Pornografie“

Als Selfpublisherin (wobei, auch als Kleinstverlagsautorin) bleibt einem ja nichts anderes, als die Sache mit der Werbung selbst in die Hand zu nehmen, wenn man nicht komplett aus dem Bereich der Sichtbarkeit ausgeblendet bleiben möchte.

WERBUNG
Folgende Links kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung:

Aus diesem Grund habe ich letzten Freitag mein Foy und der Ring des Mauren im Bereich „Werbung“ eines E-Book-Forums vorgestellt – und zwar unter dem Titel Foy und der Ring des Mauren – magische Fantasy zur Wikingerzeit mit einem Schuss Erotik

Ein Forenuser, der schon vorher (und übrigens überaus werbewirksam, wie sich anhand der Verkaufszahlen zeigte) meinen Beitrag zu Aus der Zeit gefallen herabzuwürdigen nötig hatte, stürzte sich umgehend auf mein Posting und bezeichnete es unter anderem als „billige Pornografie“:

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Interna aus dem Autorenleben | Für alle Autoren, die zweifeln

Über diesen Blogbeitrag bin ich bei Facebook gestolpert, und ich fand, er spricht unheimlich wichtige Punkte an, weshalb ich ihn reblogge.

„Es gibt so viele fantastische neue Autoren, die neue Welten erschaffen, die großartig schreiben, mit Wörtern jonglieren und dadurch in unseren Köpfen Bilder erschaffen, die wir uns ohne ihre Hilfe nicht hätten vorstellen können, aber meistens ignorieren wir sie. Warum? Weil sie nicht gehyped werden?“

Ja, Umivankebookie, das ist ein Grund. Jay Kay von Jamiroquai sagte in einem Interview zum Release von „Automaton“ zu recht, dass der Erfolg im Musikgeschäft zu 20% von der Musik selbst abhängt – zu 80% aber vom Marketing.
Das ist im Büchermarkt nicht viel anders.

Und wenn dann jemand kommt und ganz neue Vorstellungen hat, wenn er den Leser wie Scottie von der Enterprise geradewegs in die Köpfe frühmittelalterlicher Protagonisten „beamt“, statt einen Erzähler zwischenzuschalten und gewohnten Stil aufzugreifen, dann läuft man Gefahr, den Leser zu verschrecken. Auch, wenn man nicht gewillt ist, bewährten Plotmustern zu folgen. Von Genremixen ganz zu schweigen.

Aber selbst so ein Exot wie ich bekommt von Leserseite dann Zuckerbrot und Peitsche zu spüren. Zuckerbrot in Form von Rezensenten aus völlig unerwarteter Ecke, die sich als treue Fans herauskristallisieren – und Peitsche in Form von deutlich mehr Danksagungen auf der Piratenplattform, als deine Neuerscheinung Rezensionen hat.

Da tut so ein Blogbeitrag unheimlich gut!
Danke dafür!
Auch für deinen Hinweis bezüglich Cover und Klappentext, den ich erweitern möchte um: Auch wenn euch beides gefällt, lest immer unbedingt in die Leseprobe, denn erst die zeigt, ob ihr und die Geschichte zusammenpasst.

Es ist nicht schlimm, wenn euch ein Buch nicht gefällt.
Im Gegenteil!
Wäre es nicht furchtbar, wenn alle den gleichen Geschmack hätten?
Aber – das sage ich mitbüber 40 Jahren Leseerfahrung – quält euch nicht durch ein Buch, das nicht zu euch passt. Das endet nur wie Schuhe, die nicht passen: mit Blasen oder gar Hühneraugen und einer Menge Ärger.

Also: Gebt neuen Autoren eine Chance, im SP-Bereich insbesondere auch denen, die über Amazon veröffentlichen (ich finde vieles an dem Konzern auch nicht toll, aber er bietet SPlern die beste Plattform).

Danke und ein schönes Wochenende!

Interna aus dem Autorenleben | Alles, was Autoren über Perspektiven wissen müssen

HPRoentgen schreibt: „Mein Tipp: Wer sich nicht sicher ist, sollte einfach die gleiche Szene in allen drei Perspektiven erzählen. Es gibt keine Perspektive, die besser oder schlechter ist. Aber es gibt Geschichten, die in der einen Perspektive den Leser mehr packen und in der anderen weniger. Deshalb: Probieren geht über Studieren.“ – einen ähnlichen Rat habe ich auch schon sehr oft Schreibanfängern gegeben, die (zu recht) unzufrieden sind, weil ihrer Szene das Leben, Sinneseindrücke, Gefühle fehlt.

„Schreibe ein und die selbe Szene mindestens drei, besser fünf Mal. Eine eigene perspektivische Sicht für jede der beteiligten Personen. Was fällt A auf, worüber geht B hinweg, was denkt C und wie empfindet D?“
Dadurch lernt man sehr effektiv, die eigene Aufmerksamkeit und Achtsamkeit als Autor gegenüber den Figuren zu schärfen.